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Alcácer do Sal

Das am rechten Ufer des Flusses Sado graziös auf einem kleinen Hügel gelegene Städtchen Alcácer do Sal wurde schon vor sehr langer Zeit bewohnt. Dies bezeugen die archäologischen Spuren aus dem Neolithikum. Auch die Präsenz der Griechen, Phönizier und anderer Völker des Mittelmeerraumes konnte nachgewiesen werden.

Alcácer do Sal
von: Claus Bunks src: wmf von: Public domain

Der römische Name lautete Salacia Urbs Imperatoria und seine große Bedeutung für das Römische Reich verdankte der Ort seiner privilegierten Lage am Fluss Sado. Auf der Wasserstraße wurden die Produkte aus dem Inland (Weizen, Olivenöl und Wein) an die von Rom besetzten Orte des Mittelmeerraumes transportiert. So war Alcácer do Sal eine der wichtigsten Binnenhafenstädte der westlichen Halbinsel. Der Ort war bekannt für seine Salzproduktion (was aus dem Namen ersichtlich ist). Pökelfisches und Fischpaste werden hier industriell verarbeitet.

 Ab dem 8. Jahrhundert, zur Zeit der muslimischen Herrschaft, war Alcácer die Hauptstadt der Provinz Al-Kasser.  Die Stadt wurde durch zwei Einfriedungen geschützt und die Mauern der alten Festung verstärkt. Diese wurden von 30 Türmen bekrönt und bildeten eine der wichtigsten Verteidigungsbastionen der Iberischen Halbinsel. Trotzdem wurde Alcácer im Jahre 1217 von König Afonso II. eingenommen und dem Jakobus-Ritterorden übergeben, der sich hier niederließ. Die Kreuzritter, die hier auf dem Weg nach Syrien und in das Heilige Land Station machten, halfen dem König bei der Eroberung.

Obwohl Alcácer do Sal seine einstige militärische und kommerzielle Bedeutung verloren hat, büßte das Städtchen doch nichts von seiner bemerkenswerten Schönheit ein. Vom Kastell erblickt man in südlicher Richtung die Biegung des Flusses Sado inmitten einer sanften grünen Landschaft, welche die weiten Ebenen des Alentejo ankündigt. Das vor kurzem restaurierte Kastell beherbergt heute eine Pousada und trägt den Namen seines christlichen Eroberers, des Königs Afonso II. Von hier oben kann man den Blick in alle vier Himmelsrichtungen über wunderbare Panoramen des Flusses und der Felder schweifen lassen. Dabei fällt es leicht, sich in die Vergangenheit zu versetzen und sich den regen Verkehr der unterschiedlichen Güter und Menschen vorzustellen, der in dieser Gegend herrschte.

Nehmen Sie sich in Ihrem Urlaub die Zeit, den schönsten Teil des Städtchens zu Fuß zu erkunden. Die kleinen Straßen und Treppchen führen bis zum Kastell hinauf. Auf jeden Fall sollten Sie auch die in einem Umkreis von 30 km gelegenen kleinen Ortschaften Aldeia de Santa Susana, Porto de Rei, Torrão und den Stausee Barragem do Vale do Gaio besuchen. Falls Sie die Küste bevorzugen, so finden Sie viele schöne Strände, wie: Comporta, Torre, Carvalhal, Raposa und Galé.

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Alcácer do Sal

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